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Mythen, Mumien und Macht

Jahr für Jahr erhalten Schülerinnen und Schüler der Löwenburgschule Bad Honnef am Forscher- und Kreativtag die Möglichkeit, unterschiedlichste Berufs- und Themenfelder kennenzulernen. Wie schon 2018 bot der SFB 1167 auch dieses Jahr wieder eine Arbeitsgruppe an.

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Schon Grundschulkindern oftmals bestens bekannt: die berühmten Pyramiden von Gizeh. Foto: © Achim Fischelmanns | SFB 1167

Während im vergangenen Jahr das europäische Mittelalter im Fokus stand, ging es zeitlich diesmal sogar bis ins alte Ägypten zurück. Mit Beryl Büma und David Sabel konnten für die Veranstaltung am 19. Juni 2019 zwei SFB-Mitglieder gewonnen werden, die schon wiederholt – im Rahmen der Kinderuni und zuletzt bei einem Besuch einer 6. Klasse im Ägyptischen Museum – beweisen konnten, dass sie ein Händchen für die kindgerechte Aufbereitung komplexer Inhalte haben.

Im ersten Teil der dreistündigen Veranstaltung in der Bad Honnefer Grundschule berichtete Beryl Büma von Pyramiden, Mumien und der ägyptischen Götterwelt, bevor sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Einführung in die Hieroglyphenschrift gab und diese anschließend ihre jeweiligen Namen auf Papyrus schreiben ließ.
 
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Solch ein individuelles Lesezeichen mit dem eigenen Namen in Hieroglyphen hat nun wirklich nicht jeder – die Teilnehmenden des Forschertages schon. Foto: © Achim Fischelmanns | SFB 1167

Im zweiten Teil erläuterte David Sabel dann unter anderem die Zusammensetzung ägyptischer Herrschernamen und führte einige Herrschaftsinsignien vor. Anschließend war wieder Anpacken gefragt: Mit Hilfe von Goldpappe, Federn und einigen Glitzersteinen konnten die Kinder ihr persönliches Pektoral herstellen, schmuckvolle Amulette, wie sie die ägyptischen Herrscher zu tragen pflegten. 
 
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Damit die prachtvoll beklebten Pektoralien auf dem Weg nach Hause nicht in ihre Einzelteile zerfielen, wurden sie zum Trocknen auf der sonnigen Fensterbank deponiert. Foto: © Achim Fischelmanns | SFB 1167

Wer mehr über Macht und Herrschaft im alten Ägypten erfahren möchte, kann noch bis zum 30. November die Sonderausstellung „Kaiserliche Pharaonen – Pharaonische Kaiser. Die Herrschaft der römischen Principes zwischen Republik und ägyptischem Königtum“ im Ägyptischen Museum der Universität Bonn besuchen. Sie ist das Ergebnis einer Kooperation der beiden SFB-Teilprojekte „Vom doppelten Horus. Königsideologische Arbeit in der formativen Phase des ägyptischen Königtums und ihre Inszenierung“ (Leitung: Prof. Dr. Ludwig D. Morenz, Ägyptologie) und „Prekäre Divinität: Sakrale Selbstdefinitionen des Kaisers in Rom im Konflikt konkurrierender Herrschaftsbegründungen“ (Leitung: Prof. Dr. Konrad Vössing, Alte Geschichte).

Nähere Informationen finden Sie/findet Ihr hier:
https://www.aegyptisches-museum.uni-bonn.de/ueber-das-museum/sonderausstellung
 

(24.06.2019)

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