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23.11.2017 – 25.11.2017: Tagung „Die Macht des Herrschers – personale und transpersonale Aspekte“

Internationale Tagung zu Spannungsfeld B des SFB 1167, „Personalität und Transpersonalität“.

Plakat_Tagung_Spannungsfeld B(English version below)

Es ist ein wesentliches Anliegen der Tagung, die strikte Entgegensetzung von ‚Personalität’ und ‚Transpersonalität’ von Herrschaft und damit auch das einflussreiche Postulat einer vorwiegend personal geprägten vormodernen Herrschaft zu hinterfragen. Die Einbeziehung der Expertise für außereuropäische Räume und der transkulturelle Vergleich eröffnen dabei die Chance, die Frage nach dem Stellenwert von Unterscheidungen wie ‚öffentlich/privat’ oder ‚repräsentativ/körperlich’ neu aufzuwerfen und mit Blick auf eine Gleichzeitigkeit und eine Überlagerung personeller und transpersoneller Elemente vormoderner Macht und Herrschaft zu diskutieren. Darüber hinaus soll nach den Vorstellungen, Werten und Normen gefragt werden, welche die zeitgenössischen Leitbilder des ‚guten’ Herrschers fundieren und eine Grundlage für die konkrete Ausübung von Herrschaft darstellen. Von zentraler Bedeutung ist die Interaktion des Herrschers mit den Eliten und den ‚Beherrschten’; im Fokus stehen somit Prozesse der Konsensbildung und der Legitimierung herrscherlicher Macht, aber auch Dynamiken ihrer Infragestellung und ihres Verlusts.

It is an essential request of the symposium to challenge the rigorous opposition of personality and transpersonality, thereby also discussing the influential postulate of a pre-modern rulership that has been considered to hinge solely or almost exclusively on the ruler’s person. By including expert knowledge on extra-European regions as well as a transcultural comparison, we hope to re-raise the issue of the significance of the differentiation of ‘public/private’ and ‘representative/corporeal’. These distinctions will be discussed with regard to the simultaneity and overlapping of pre-modern power’s and rulership’s personal and transpersonal elements. Moreover, we will examine notions, values and norms which provide the basis for contemporary concepts of the ‘good’ ruler and on which, at the same time, the specific exercise of power is founded. Furthermore, the interaction of the ruler with the elites as well as his relation to the ruled is of particular importance. We will thus focus on the dynamics of consensus-building as well as on the legitimization of the ruler’s power, its questioning and eventual loss.
 

Organisation:

Prof. Dr. Mechthild Albert
Prof. Dr. Elke Brüggen
Prof. Dr. Konrad Klaus

 

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

Zeit und Ort: Donnerstag, 23.11.2017 - Samstag, 25.11.2017, Hauptgebäude, Festsaal [Anmeldung per E-Mail an Lisa Maser (maser_sfb1167[at]uni-bonn.de) bis zum 09.11.2017].

 

 

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