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25.01.2019 – 26.01.2019: Workshop – „Haus und Herrschaft (visuell) – Interdisziplinäre und transkulturelle Zugänge“

Eine Veranstaltung des SFB 1167 im Rahmen der Teilprojekte „Bilder vom König. Macht und Herrschaft der ostfränkisch-deutschen Könige im Siegel- und Münzbild (936–1250)“ (Leitung: Prof. Dr. Andrea Stieldorf, Historische Grundwissenschaften und Archivkunde) und „Der König als Gast – Haus und Herrschaft in der profanen Wandmalerei“ (Leitung: Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck, Kunstgeschichte)

Der Workshop stellt das seit der Debatte um Otto Brunners Ganzes Haus vergleichsweise in den Hintergrund gerückte Thema von „Haus und Herrschaft“ in den Fokus eines interdisziplinären und transkulturellen Austauschs. Dabei soll der Begriff Haus in seiner ganzen Breite eine Rolle spielen. Wenngleich die gebauten Räume die vielleicht wichtigsten Komponenten herrschaftlicher Symbolik bilden, sind die weiteren Ebenen des Hausbegriffs nicht weniger relevant für Fragen nach Macht und Herrschaft. So wird neben den Architekturen als Orten von Macht und/oder Herrschaft sowie familialer und dynastischer Identitätsbildung ebenso nach genealogischen Häusern als den Herrschaftsakteuren gefragt, wie auch nach dem für die rechte Haus- und Herrschaftsführung relevanten konventionellen Ordnungswissen. Explizit wird hier auch ein Fokus auf die Rolle der Hausfrau bzw. auf weibliche Macht- und Herrschaftsausübung gelegt. In diesem Kontext soll auch die „Hausehre“ (mhdt.: hûsere) sowie ihr Bedeutungswandel im Verlauf der Vormoderne untersucht werden. Weiterführend geht es den Organisatorinnen und Organisatoren darum, den Blick auf die materielle und visuelle Ebene von Haus und Herrschaft zu lenken, sodass ein Schwerpunkt auf bildlichen Darstellungen bzw. Text-Bild-Relationen liegen wird. Neben der Monumentalmalerei werden zahlreiche andere Medien einbezogen: So werden neben den architektonischen Gebäuden selbst, ihrer topologischen Verortung in städtischen oder ländlichen Räumen (Zentrum/Peripherie) sowie den Wertigkeiten ihrer Kompartimente/Raumteile z. B. heraldisch-genealogische Haus-Inszenierungen oder häusliche Objekte untersucht. Hierbei sollen die diversen Ebenen des polysemantischen Begriffes Haus im Kontext von Herrschaftsgründung, -ausbau, -erhalt und/oder -legitimation Berücksichtigung finden und Strategien ihrer Verbildlichung aufgezeigt werden.

 

Organisation:

Svenja Trübenbach

 

Zeit und Ort: Freitag, 25.01.2019 – Samstag, 26.01.2019, Poppelsdorfer Allee 24, Raum 0.001 [Anmeldung per E-Mail an Svenja Trübenbach (s.truebenbach[at]uni-bonn.de) bis zum 13.01.2019].

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