MH 12

Matthias Becher/Achim Fischelmanns/Katharina Gahbler (edd.), Vormoderne Macht und Herrschaft. Geschlechterdimensionen und Spannungsfelder (Macht und Herrschaft 12), Göttingen 2021.

MH_012Diese Publikation setzt den Band MH 11 fort und enthält darüber hinaus Beiträge der Ringvorlesung "Geschlechterdimensionen von Macht und Herrschaft" sowie der Tagung des Spannungsfelds A.
 
 






 
 





Beschreibung:
 
Ein transkultureller Vergleich von Macht und Herrschaft eröffnet neue und umfassende Einblicke in das Funktionieren politischer Strukturen in Vergangenheit und Gegenwart. Die Berücksichtigung von Geschlechterdimensionen ist für ein umfassendes Verständnis unumgänglich. Dieser Band versammelt Beiträge unterschiedlicher Fächergruppen, die sich Fragestellungen zu Macht, Herrschaft und Geschlechterordnungen in der sogenannten Vormoderne widmen. Eheliche Beziehungen von Herrschenden oder Fragen nach der Funktion und Stabilität von Herrschaftssystemen werden ebenso unter die Lupe genommen wie das Patriarchat als überdauerndes Herrschaftssystem für sich. So bietet der Band sowohl konkrete Einzelfallstudien als auch theoretische Überlegungen zu Machtausübungen und Herrschaftsstrukturen und die kritische Überprüfung von Forschungsansätzen; er zeichnet so ein hochkomplexes, vielfältiges und teils auch widersprüchliches Bild, das aus vergangenen Macht- und Herrschaftskonfigurationen überliefert ist. In einer Zusammenfassung werden die Beiträge (unter Bezugnahme auf Band 11 der Schriftenreihe ‚Macht und Herrschaft‘) kritisch reflektiert, Ergebnisse zusammengeführt und Gedankengänge verknüpft, so dass sich ein Gesamtbild erschließt, das der transkulturellen Forschung von ‚Macht‘ und ‚Herrschaft‘ neue Richtungen weist und wertvolle Impulse gibt.
 
Inhalt:
 
  • Claudia Opitz-Belakhal, Macht und Geschlecht in der Vormoderne. Forschungsergebnisse und -desiderate einer Geschlechtergeschichte des Politischen, 13–31.
  • Kerstin Palm, Die Analysekategorie ‚Gender‘ in den Geschichtswissenschaften. Theoretische Grundlegungen und zentrale Forschungsergebnisse am Beispiel ‚Wissenschaftsgeschichte als Geschlechtergeschichte‘, 33–50.
  • Cornelia Klinger, Das integrale Patriarchat. Personale Herrschaft in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des Alten Europa, 51–96.
  • Martin Dinges, ‚Hegemoniale Männlichkeit‘. Nutzen und Grenzen eines Konzepts, 97–110.
  • Linda Dohmen, Frauen an der Macht. Handlungsressourcen und -optionen karolingischer Herrschergemahlinnen, 111–152.
  • Elisabeth van Houts, Die politische (In-)Stabilität des ehelichen Verhaltens der Könige von England (1066–1189), 153–171.
  • Emma O. Bérat, Zur Transkulturalität adliger Frauen in britischen Genealogien des Mittelalters, 173–198.
  • Christina Lutter, Herrschaft und Geschlecht. Relationale Kategorien zur Erforschung fürstlicher Handlungsspielräume, 199–231.
  • Ludwig D. Morenz, MachtKunst am Nil und der erste Territorialstaat der Weltgeschichte. Graphische Inszenierung(en) von Herrschaft im 4. Jahrtausend v. Chr., 235–253.
  • Thomas Meier, Consensus and Conflict in the Medieval Material and Written Records, 255–281.
  • Daniel F. Schley, „Wie Fische im Wasser“? Anmerkungen zur Herrschaftskonfiguration der Regentschaft im Japan des 10. und 11. Jahrhunderts, 283–317.
  • Ralph Kauz, ‚Außenpolitik‘ zur Legitimation kaiserlicher Macht? Gesandtschaftsempfänge während der Ming-Dynastie, 319–331.
  • Munis D. Faruqui, After the Dust Settled. Succession Struggles and the Search for Stability in the Mughal Empire (1580s–1719), 333–361.
  • Matthias Becher/Katharina Gahbler, Vormoderne Macht und Herrschaft. Personen, Geschlechter, Strukturen, 365–389.
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