MH 13

Elke Brüggen (ed.), Macht und Herrschaft als transkulturelle Phänomene. Texte – Bilder – Artefakte (Macht und Herrschaft 13), Göttingen 2021.

MH_013

Sammlung von Quellenbeispielen zu den vier Spannungsfeldern des SFB 1167, kommentiert von Mitgliedern der einzelnen Teilprojekte.

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Beschreibung:
 
'Macht' und 'Herrschaft' als prägende politisch-gesellschaftliche Organisationsformen sozialer Ordnung der Vormoderne werden in dieser kommentierten Zusammenstellung von Texten, Bildern und Artefakten anschaulich. Gut gewählte Fallbeispiele beleuchten die thematischen Felder 'Konflikt und Konsens', 'Personalität und Transpersonalität', 'Zentrum und Peripherie' sowie 'Kritik und Idealisierung' und stellen sie jeweils in einer Kombination aus europäischen und außereuropäischen Fachperspektiven vor. Um eine transkulturelle Vergleichbarkeit zu erleichtern, folgen alle Beiträge, soweit möglich und sinnvoll, einem gemeinsamen Muster. Dabei sichern Übersetzungen fremdsprachlicher Texte oder von Texten aus älteren Sprachstufen auch für Nicht-Fachkundige den Zugang zu den jeweiligen Zeugnissen.
 
Inhalt:

 

(Konflikt und Konsens)

 

  • Matthias Becher/Linda Dohmen/Britta Hermans, Die sogenannte Mainzer Fortsetzung der 'Annales Fuldenses' und die Absetzung Karls III. 887, 15–31.
  • Susanne Reichert, Auf dem Rücken der Schildkröte: eine Inschrift im Spannungsfeld von Konflikt und Konsens im mongolischen Weltreich, 33–51.
  • Felix Bohlen, Das 'Guoyu' 國語 – ein frühchinesischer Fürstenspiegel, 53–81.
  • Peter Schwieger, Der Konflikt zwischen den Königreichen von Ladakh und Purig im 18. Jahrhundert und seine Lösung: Ausschnitt aus der vertraglichen Konfliktlösung von 1753, 83–98.
  • David Hamacher, Die 'Apocolocyntosis' des Seneca und der Diskurs über die Vergöttlichung des römischen Kaisers, 99–113.

 

(Personalität und Transpersonalität)

 

  • Sophie Quander, Der Kaiser beklagt das kranke Reich. Die 'Reformatio Sigismundi' zwischen Personalität und Transpersonalität, 117–131.
  • Eva Orthmann, Die Feier von Naurūz unter den beiden Moghulherrschern Humāyūn (r. 1530–40 und 1555–56) und Akbar (r. 1556–1605), 133–149.
  • Mareikje Mariak/Andrea Stieldorf/Maximilian Stimpert, Heinrich V. und seine Frau Mathilde im Siegel- und Münzbild, 151–169.
  • Detlev Taranczewski, Der höfische literarische Essay 'Hōjōki' und die Kriegerannalen 'Azuma kagami' als Quellen für die Untersuchung personaler und transpersonaler Elemente königlicher Herrschaft im Japan des 12. und 13. Jahrhunderts, 171–202.

 

(Zentrum und Peripherie)
 

  • Simon Lorscheid, Haus Pesch bei Pier im Tagebau Inden – eine frühe Mottenanlage des Hochmittelalters zwischen Aachen, Düren und Jülich, 205–220.
  • Dittmar Dahlmann/Diana Ordubadi, Das Zentrum von der Peripherie aus kommentieren. Die Aufzeichnungen des Augsburger Juweliers Hans Georg Peyerle über die Hochzeit des 'Falschen Dmitrij' in Moskau im Jahre 1606, 221–234.
  • Marian Kasprowski, Gesandtschaftswesen und diplomatisches Zeremoniell der Qing-Zeit in den 'Umfassenden Riten der großen Qing', 235–259.
  • Ludwig D. Morenz/David Sabel, Zentrale Einschreibungen in die sozio-kulturelle Peripherie. Zum zentralstaatlichen Ägypten im späten 4. Jahrtausend v. Chr., 261–283.
  • Harald Wolter-von dem Knesebeck, Die Wandmalereien des Adlerturms der bischöflichen Burg von Trento/Trient als Beispiel für den Umgang mit Zentrum und Peripherie in auf einen (königlichen) Gast bezogenen bzw. beziehbaren Wandmalereien, 285–307.

 

(Kritik und Idealisierung)

 

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