MH 14

Jan Bemmann/Dittmar Dahlmann/Detlev Taranczewski (edd.), Core, Periphery, Frontier – Spatial Patterns of Power (Macht und Herrschaft 14), Göttingen 2021.

MH_014Sammelband zur Tagung des Spannungsfelds C [Link zum Nachbericht] [Link zum Tagungsbericht auf H-Soz-Kult], die vom 28. bis 30. März 2019 in Bonn stattfand.

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Beschreibung:

Aus einer breiten Palette methodisch wie regional unterschiedlicher Fachdisziplinen werden Einzelstudien präsentiert, die einem weiten Raum – von Mitteleuropa im Westen, Japan im äußersten Osten und Ägypten im Süden – entstammen. Ausgehend von der Grundannahme, dass die Betrachtung räumlicher Aspekte dazu beitragen kann, wesentliche neue Erkenntnisse über die Phänomene ‚Macht‘ und ‚Herrschaft‘ zu gewinnen, werden die verschiedenen Weisen der Raumproduktion untersucht. Gemeinsamer Fokus ist in allen Fällen die – jeweils kulturspezifische, so die Annahme – Rolle einer Dichotomie von Zentrum/Kerngebiet und Peripherie/Grenzen in einem repräsentierten, vorgestellten Raum. Diese Fokussierung erleichtert es, transkulturelle Ähnlichkeiten und Ansätze historischen Vergleichens auszumachen.

Inhalt:

  • Daniel Schley/Detlev Taranczewski, Macht und Herrschaft räumlich betrachtet. Einführende Überlegungen zum Spannungsfeld von Zentrum und Peripherie, 11–51.
  • Stefan Breuer, Zentrum und Peripherie in soziologischer Perspektive, 53–76.
  • Anna Flückiger, Kritische Gedanken zu Zentrum und Peripherie in der (Vor- und) Frühgeschichtlichen Archäologie, 77–99.
  • Christoph Ulf, Der Einfluss von Macht auf kulturelle Kontakte und Rezeptivität. Das Modell der Kontaktzonen, 101–121.
  • Diana Ordubadi, ‚Moskau als drittes Rom‘ und Konstantinopel: Das Verhältnis zweier christlich-orthodoxer Zentren im 16. Jahrhundert, 123–138.
  • Jan Kusber, „Unter die hohe Hand nehmen“. Strategien territorialer Expansion an der Peripherie des frühneuzeitlichen Russischen Reiches, 139–169.
  • Peter Schwieger, Zur Herausbildung territorialer und gesellschaftlicher Zentren und Peripherien in der tibetischen Geschichte: Eine systemtheoretische Analyse, 171–186.
  • Ishayahu Landa, The Strategic Communication between the Yuan Imperial Capitals and the Northern Macro-Regions: The Fragile Stability of the Empire, 187–257.
  • Karl Friday, Into the North and Out of the East: Core, Periphery, and Frontier in Classical Japan, 259–282.
  • Satoru Kuroshima, Awareness of Borders in Medieval Japan, 283–298.
  • Martin Büchsel, Die höfische Kunst der Distanzierung und die Entwicklung des selbstbewussten Künstlertums. Das mittelalterliche Hausbuch, ehemals im
    Besitz der Familie zu Waldburg Wolfegg, und das Gothaer Liebespaar, 299–341.
  • Christian Freigang, Literarisch-fiktionale Luxusobjekte als Demonstration politischer Macht: Die ‚Couronne margaritique‘ von Jean Lemaire de Belges (1504/1505), 343–371.
  • Ludwig D. Morenz, MachtKunst fernab des eigentlichen Staatsgebietes. Zur monumentalen Inszenierung von ägyptischer Herrschaft am Zweiten Nilkatarakt im frühen Dritten Jahrtausend v. Chr., 373–401.
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